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Der fade Beigeschmack: Schwarz-Rot – Mehr Schein als Sein?

Von unserem Kolumnisten Klaus Ingrimm


Die Tinte unter dem Koalitionsvertrag ist kaum trocken, und schon breitet sich ein fader Beigeschmack aus. Nach zähen Verhandlungen präsentieren CDU und SPD stolz ihr Bündnis, doch der viel beschworene „große Wurf“ bleibt auf der Strecke. Was wir stattdessen serviert bekommen, ist ein Kompromiss, der niemanden wirklich begeistert und die großen Herausforderungen unseres Landes nur an der Oberfläche kratzt.


Besonders sauer stößt dabei die Ministerverteilung auf. Die Sozialdemokraten, mit einem desaströsen Wahlergebnis von gerade einmal 16 Prozent im Rücken, scheinen in den Verhandlungen goldene Löffel abbekommen zu haben. Satte sieben Ministerien fallen auf ihre Seite – eine Ausbeute, die in keinem Verhältnis zur mageren Wählergunst steht. Man fragt sich unweigerlich, ob hier nicht die pure Arithmetik der Macht über den Wählerwillen triumphiert hat.

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