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Handwerk feiert Meister-Elite: Wildberger springt für Merz ein

von Norbert Opfermann


Auf der 77. Zentralen Meisterfeier der Handwerkskammer Düsseldorf erhielten gestern 905 Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs 2025 ihre Meisterbriefe. Vor 2.500 Gästen gab es erstmals digitale, fälschungssichere Dokumente. Gefälschte Meisterbriefe kommen immer öfter vor – das zeigt, wie begehrt die Qualifikation ist, erklärte Kammerpräsident Andreas Ehlert.


Foto: Opfermann
Foto: Opfermann

Als Festredner kam Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung Dr. Karsten Wildberger für Bundeskanzler Friedrich Merz, der kurzfristig abgesagt hatte. Eine Bühnenshow mit Pyrotechnik eröffnete die Feier, danach stellte WDR-Journalistin Caroline Vogel die 14 Jahresbesten vor. Wildberger überreichte ihnen die Urkunden und kündigte für Januar 2027 eine staatliche digitale Wallet an, in der auch der digitale Meisterbrief Platz finden soll. Die Bundesregierung baue bürokratische Hürden ab, damit Gründer mehr Zeit für ihr Handwerk haben. Kammerpräsident Andreas Ehlert forderte in seiner Rede die einfachere Beantragung von Fördergeldern, nannte die bürokratische und steuerliche Entlastung aber noch wichtiger. Ein Jungmeister berichtete, dass er noch immer auf sein Meister-Bafög wartet und kritisierte das Antragsverfahren.


Trotz kleiner werdender Alterskohorten bleibt die Meistervorbereitung gefragt. Das Kfz-Handwerk verzeichnete mit 190 neuen Meistern ein Plus von 8,6 Prozent. Auch Sanitär-Heizung-Klima und der Kälteanlagenbau legten zu. Dagegen ging die Zahl der Meister im Bau- und Ausbausektor zurück. Komplexe Vorgaben bremsen hier das Baugeschehen. Der Frauenanteil lag bei rund 20 Prozent. 91 Prozent der neuen Meister gaben an, später selbst ausbilden zu wollen.

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