Alarm im Handwerk! Geschäftsklimaindex stürzt ab
(Düsseldorf) Hohe Spritpreise, leere Kassen und Frust über Bürokratie: Den Handwerkern in der Region Düsseldorf steht das Wasser bis zum Hals!
Düstere Wolken über dem Handwerk in der Region Düsseldorf! Im Herbst 2026 rutscht die Stimmung der Betriebe tief in den Keller. Der Geschäftsklimaindex stürzt gewaltig ab – um ganze acht Punkte runter auf magere 97 Zähler! Damit schrumpft das Stimmungsbarometer erstmals seit dem Höhepunkt der schweren Energiekrise im Herbst 2022 wieder unter die kritische 100-Punkte-Marke.

Kosten-Hammer trifft Bäcker, Bau und Dachdecker!
Die Gründe für das Stimmungstief sind bitter: Die Kunden halten ihr Geld eisern zusammen, während die Betriebskosten durch die Decke gehen. Neben Personal-, Material- und Energiekosten schlagen jetzt vor allem die heftig gestiegenen Spritpreise voll durch – schließlich müssen Handwerker jeden Tag raus zu ihren Kunden fahren.
Rund 40 Prozent der Betriebe klagen über schrumpfende Umsätze und fehlende Aufträge im vergangenen Halbjahr. Nur mickrige 20 Prozent konnten noch zulegen. Besonders hart trifft es Soloselbständige und kleine Betriebe mit unter zehn Mitarbeitern: Sie haben kaum finanzielle Polster und hängen am Tropf einzelner Kunden.
Katerstimmung in den Branchen: Wer leidet am meisten?
Der aktuelle Konjunkturbericht der Handwerkskammer deckt gnadenlos auf, wo es brennt:
Bäcker & Fleischer im Tief: Das Lebensmittelhandwerk stürzt auf desolate 82 Punkte ab.
Sorgenkind Bau: Im Bauhauptgewerbe herrscht mit 87 Punkten tiefste Flaute.
Investitions-Schock: Die Lust zu investieren erreicht mit 84 Punkten einen historischen Tiefstwert! Wegen hoher Zinsen und Unsicherheit bleibt das Geld
auf dem Konto.
Einziger Lichtblick: Das Ausbaugewerbe trotzt dem Abwärtstrend und rettet sich mit 103 Punkten als einzige Branche ins Plus.
Klartext vom Handwerkspräsidenten: „Digitaler Bürokratie-Wahn!“
Auch wenn immerhin noch drei Viertel der Betriebe ihre Lage als gut oder befriedigend bezeichnen – Handwerkskammer-Präsident Andreas Ehlert schlägt Alarm! Die optimistischen Wachstumsprognosen der Bundesregierung seien bei den Handwerkern vor Ort überhaupt noch nicht angekommen.
„Die Handwerkskonjunktur kommt nicht in Fahrt. Unsere Betriebe stehen von zwei Seiten unter Druck: Die private Nachfrage bleibt schwach, während steigende Kosten die Ertragslage belasten“, kritisiert Ehlert. Eine Besserung sei vorerst nicht in Sicht.
Besonders der Ärger über den Papierkram kocht über! Statt echter Entlastung gebe es Mogelpackungen der Politik: Aus der Abschaffung der Zettel-Bonpflicht wurde einfach die Pflicht zur digitalen Belegbereitstellung gemacht. Ehlerts deutliches Fazit: „Das ist dieselbe Pflicht in neuem Gewand. Auch digitale Bürokratie bleibt Bürokratie!“
Das fordert das Handwerk jetzt von Berlin:
Steuer-Bremse: Eine drastische Senkung der Stromsteuer für alle Betriebe!
Lohn-Entlastung: Stopp beim Anstieg der Lohnzusatzkosten.
Echte Entlastung: Weniger Einkommensteuer für Personenunternehmen.
Starkes Signal trotz Krise!
Doch die Handwerker lassen den Kopf nicht hängen. Ein echter Lichtblick mitten im Konjunktur-Tief: Bei den Ausbildungszahlen gibt es keinen Einbruch, die Zahl der Verträge bleibt stabil! Ein starkes Mutmacher-Signal der Betriebe: Sie investieren trotz harter Zeiten weiter in die Fachkräfte von morgen.



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