Hamsterkäufe nach Ankündigung des Oster-Lockdowns

Aktualisiert: 6. Mai 2021

Gerresheim. Am Mittwochvormittag kam es in Gerresheim bereits zu Hamsterkäufen. Und auch Klopapier war wieder sehr gefragt. Noch bevor Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittag vor die Presse trat und den in der Nacht beschlossenen Oster-Lockdown als persönlichen Fehler bezeichnete und zurücknahm, kam es zum Run auf die Geschäfte.



Die Horror-Beschlüsse des Corona-Gipfels bewirkten genau das Gegenteil: die Menschen stürmten bereits am Mittwochmorgen die Geschäfte, um sich auf die drohende Zwangsinternierung Zuhause vorzubereiten. Damit haben die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten genau das Gegenteil von dem erreicht, was sie vorhatten - nämlich fünf Tage in den Oster-Lockdown zu gehen. Obwohl wir weder Krieg noch eine wirkliche Notlage bei Lebensmitteln und Hygieneartikeln haben wollte jeder der Erste sein, um sich mit Lebensmitteln einzudecken.


Dahinter steht ein enormer Vertrauensverlust in das Handeln der Regierung, denn morgen könnte es ja noch schlimmer kommen. Dass Bundeskanzlerin Angela Merkel Mittags einen Rückzieher machte, ändert daran nichts. Denn gleichzeitg fordert sie Corona-Tests bei Flugreisenden bereits ab Sonntag 0 Uhr. Auch diese Verordnung wurde noch einmal auf Dienstag verschoben. Das plan- und ratlose Handeln der Regierenden wird immer absurder.

Die Menschen fürchten zwar das Virus, noch größer aber ist ihre Angst vor den nächsten irrationalen Entscheidungen der Regierungen.


Was sagt uns das? Erstens sollte man in der Nacht übermüdet keine Entscheidungen treffen. Zweitens sollten die Corona-Gipfel besser vorbereitet werden. Drittens sollten sich die Ministerpräsidenten gegen Erpressungsversuche der Kanzlerin nach dem Motto "Ausgangssperre" oder "nur 5 Tage Oster-Lockdown" wehren und die Muskeln des Förderalismus spielen lassen. So erinnern diese Corona-Gipfel an das Schwarze-Peter-Spiel, einer schiebt den Schwarzen Peter zum Nächsten um ja keine Verantwortung zu tragen. So aber sind die Ministerpräsidenten nur Marionetten aber keine Handelnden. Ein kleiner Hoffnungsschimmer am Horizont blitzt auf, da einige Ministerpräsidenten das perfide Spiel der angeschlagenen und von ihren Machtinstinkt verlassenen Kanzlerin nicht mehr mitmachen und sich ihrer Landeshoheit besinnen.





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