Feier für 826 Jungmeister*innen in der Arena

Aktualisiert: 27. Mai

mit Video. Die Handwerkskammer Düsseldorf (HWK) hat für die Absolventen des Meisterlehrgangs 2021 eine Superfete in der Arena vorbereitet. 826 Jungmeister*innen werden dort im Anschluss an die 73. Meisterfeier ihre Meisterbriefe erhalten.


Erstmals findet die Meisterfeier open air und nicht am gewohnten Schauplatz in der Düsseldorfer Stadthalle statt. Festredner ist der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer. Zugesagt haben ihr Kommen außerdem Innenminister Herbert Reul (CDU) und die Landesvorsitzende von Bündnis 90/ Die Grünen NRW, Mona Neubaur.


Ein Event im Stil eines Pokalfinales: Rund 2.000 Gäste auf der Haupttribüne, eine Ehrung der Jahresbesten im Stile des American Football und nach dem offiziellen Teil eine Festmeile auf dem Spielfeld, mit DJ und der Coverband Goldtunes. Gefeiert wird nicht nur open air, sondern auch „open end“.


„Es ist uns jenseits aller planerischer Unsicherheit über all die letzten Monate hinweg enorm wichtig gewesen, nach zwei pandemiebedingt ausgefallenen Meisterfeiern endlich wieder unseren aktuellen Führungsnachwuchs richtig und öffentlich würdigen zu können", betonte Kammerpräsident Andreas Ehlert auf einer Pressekonferenz im Vorfeld der 73. Meisterfeier am 25. Mai in Düsseldorf.


Gründungsabsichten wieder gestiegen

58 Prozent der Meisterqualifizierten haben vor, sich in Zukunft beruflich selbstständig zu machen - oder den Schritt in unternehmerische Unabhängigkeit bereits vollzogen, wie die Kammer im Rahmen einer Umfrage unter allen aktuellen Meisterabsolventen ermittelte. Ehlert: „Das Interesse unter Jungmeisterinnen und -meistern, sein Können auf eigene Rechnung und Risiko zu vermarkten, nimmt erfreulicherweise wieder zu. Daran hat auch die Pandemie nichts ändern können, zumal Existenzgründungen über einen längeren Zeitraum geplant und vorbereitet werden.“ Der langjährige Durchschnitt der von der HWK regelmäßig erhobenen Gründungsbereitschaft liegt bei 50 %. Noch mehr, nämlich zwei Drittel der Befragten, sehen sich künftig selbst in der Rolle als Ausbilder, um ihren frisch erworbenen Höchststand an Wissen und Können zeitnah an die nächste Generation weitergeben zu können. „Wir als Handwerkskammer haben Hemmschwellen gesenkt und die Betreuung Gründungs-Interessierter weiter intensiviert, bereiten sie mit Workshops und Coachings differenziert auf die Herausforderungen und Chancen in unternehmerischer Autonomie vor,“ berichtete Ehlert.


Mit Sorge betrachtet die Kammer die Zinssteigerungen, die derzeit das Ende der Phase günstigen Kapitals einläuten. Bei den bestehenden Förderprogrammen für Gründer gebe es überlange Bearbeitungsfristen und rasante Zinssteigerungen. Beim KfW-Startgeld zum Beispiel habe sich der Zins bei einer Laufzeit von fünf Jahren seit Januar von 1,09% auf 3,70% gesteigert.


Kritik übte Ehlert auch an der im Länder-Vergleich höchsten Grunderwerbsteuer mit einem sehr hohen Hebesatz von 6,5 % hierzulande. Das Handwerk mahnt ferner eine konsequente Fortführung des Bürokratieabbaus und einen Belastungsstopp für den Mittelstand an. „Das Ziel, die administrative Grundlast unterm Strich spürbar zu verringern, bleibt eine Daueraufgabe“, stellte Ehlert fest.

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