Die Matrix-Gleichung: Warum unsere Realität nur ein Datensatz sein könnte
- Norbert Opfermann
- 10. Juni
- 3 Min. Lesezeit
von Klaus Ingrimm
Von der Science-Fiction in die Labore der Quantenphysiker: Immer mehr Wissenschaftler halten es für möglich, dass das Universum kein organischer Zufall ist, sondern ein berechneter Prozess. Eine Spurensuche in den Quellcodes der Natur.
Es beginnt mit einer beunruhigenden statistischen Wahrscheinlichkeit. Wenn eine Zivilisation jemals die technologische Reife erreicht, Universen zu simulieren, wird sie dies vermutlich millionenfach tun. Da es nur eine „echte“ Realität gibt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns in einer der zahllosen Simulationen befinden, mathematisch betrachtet überwältigend hoch [1]. Was 1999 als Kinostoff der Wachowski-Schwestern begann, ist heute ein ernsthaftes Feld der theoretischen Physik.
Das Universum als digitaler Gitterraum
Die Frage ist nicht mehr, ob eine Simulation möglich ist, sondern ob wir ihre Architektur nachweisen können. Der Physiker S. James Gates Jr. stieß bei der mathematischen Analyse der Stringtheorie auf Strukturen, die Physiker „Adinkras“ nennen. Erschreckenderweise ähneln diese Muster in ihrer logischen Struktur exakt jenen Fehlerkorrektur-Codes, die wir heute in unseren Browsern verwenden, um Datenverluste bei der Übertragung zu verhindern [2].

Möchtest du weiterlesen?
grafenberg.news abonnieren, um diesen Beitrag weiterlesen zu können.
