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Bürokratie belastet das Handwerk

Am 11. Januar fand das traditionelle Dreikönigstreffen des nordrheinwestfälischen Handwerks in der DZ-Bank statt. Der Auftakt des Abends wurde von Sternsingern gestaltet, die das Haus segneten.


Gastredner Bundesjustizminister Marco Buschmann sprach über die Herausforderungen seines Ressorts zum Thema Bürokratieabbau. Buschmann betonte die Notwendigkeit, bürokratische Hürden abzubauen, um die Wirtschaft zu stärken und Unternehmen zu entlasten. Der Bundesjustizminister versicherte: „Wir wollen nicht nur in Sonntagsreden abstrakt davon reden“. Konkrete Vorschläge aus dem Handwerk seien willkommen, um bürokratische Prozesse effizienter zu gestalten. Der Bundesjustizminister präsentierte konkrete Maßnahmen und Strategien: So soll die Meldepflicht in Hotels durch das Ausfüllen von Papierzetteln entfallen, die Aufbewahrungsfristen für Rechnungen, Kontoauszüge und Lohnlisten von 10 auf 8 Jahre verkürzt werden.


Michael Speth (DZ Bank, hinten Mitte v.l.), Minister Marco Buschmann, Andreas Ehlert (Handwerk.NRW). (Foto: Opfermann)

Handwerkspräsident Andreas Ehlert hatte zuvor auf die überbordenden Bürokratielasten hingewiesen, die laut einer Erhebung des Nationalen Kontrollrates innerhalb eines Jahres um 54 Prozent gestiegen seien. „Noch nie waren Zeitaufwand und Kosten, die neue Gesetze Jahr für Jahr verursachen, so hoch wie heute“, mahnte Ehlert. Bei vielen Handwerkern schwinde angesichts dieser Belastungen die Freude an der unternehmerischen Tätigkeit. Stattdessen herrschten Wut, Ohnmacht und Verwirrung laut einer Studie des Instituts für Mittelstandforschung in der Unternehmerschaft vor. Hoffnungsvoll sei, dass Buschmann den „Bürokratie-Burnout“ beenden wolle.


Die Verbindung von Tradition und aktuellen Themen spiegelte sich nicht nur in den Reden wider, sondern auch in der Atmosphäre des Dreikönigstreffens. Die festliche Stimmung wurde durch die eindrucksvolle Location der DZ-Bank zusätzlich unterstrichen, was den Abend zu einem gelungenen gesellschaftlichen Ereignis machte. Unter den Gästen waren zahlreiche Abgeordnete, Ratsherren, Regierungspräsident Thomas Schürmann sowie Düsseldorfs Erster Bürgermeister Josef Hinkel.


Das Dreikönigstreffen bot somit nicht nur die Gelegenheit zum geselligen Austausch, sondern auch eine Plattform, um aktuelle politische und wirtschaftliche Themen zu diskutieren. Die segensreiche Eröffnung durch die Sternsinger symbolisierte dabei den hoffnungsvollen Beginn eines neuen Jahres, in dem Tradition und Innovation Hand in Hand gehen.


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